18. Februar 2015
Pressemitteilung der Werra-Weser-Anrainerkonferenz

S t r a f a n z e i g e  w e g e n  G e w ä s s e r v e r u n r e i n i g u n g


Die Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V. hat bei der Staatsanwaltschaft Kassel eine Strafanzeige gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung erstattet.
Hintergrund ist die fortgesetzte Verpressung industrieller Abwässer in den Untergrund durch das Unternehmen K+S Kali GmbH.


Dieser Entsorgungsweg ist seit Jahren umstritten, weil bekannt ist, dass die verpressten Abwässer nicht im Untergrund verbleiben, sondern in die Grundwasser- und Trinkwasserstockwerke aufsteigen. Die Erlaubnis für die Laugenverpressung ist im Jahre 2011 bis 2015 nur unter Auflagen verlängert worden: K+S musste bis Ende 2013 nachweisen, dass eine Beeinflussung des Grundwassers ausgeschlossen ist. Diesen Nachweis hat das Unternehmen bis heute nicht erbracht. Schon damals hat die Möglichkeit bestanden, die Erlaubnis zur Laugenverpressung zu widerrufen, die hessischen Behörden haben diese Möglichkeit zum Schutz des Grundwassers jedoch nicht genutzt. In einer fachlichen Stellungnahme vom 10. Juli 2014 stellt das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) fest, dass große Grundwasservorkommen durch die Laugenverpressung geschädigt worden sind. Die Gefährdung weiterer Trinkwassergewinnungsanlagen, auch die der Heilquellen in Bad Hersfeld, wird nicht mehr ausgeschlossen. Unter diesen Bedingungen lassen das europäische und das deutsche Wasserrecht keine Alternative zu: die Verpressung der Abwässer hätte nach unserer Einschätzung zwingend und unverzüglich eingestellt werden müssen. Trotzdem hat die K+S Kali GmbH die umstrittene Entsorgungsmaßnahme weiter betrieben und die hessischen Behörden haben nicht die nötigen und möglichen Schritte zum Schutz des Grundwassers unternommen. Stattdessen ist die Stellungnahme des HLUG unter Verschluss gehalten worden.


Dr. Walter Hölzel
Vorsitzender Werra-Weser-Anrainerkonferenz e.V.
fon 05545-95 01 08
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Die Pressemitteilung als pdf finden sie hier

 

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